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Xuan Zang - Geschichte aus dem alten China; Die Suche nach den buddhistischen Heiligen Schriften
15.10.2006 von Tai Ping Guang Ji, zusammengestellt von Ouyang Ziyun

Xuanzang, Hsuan Tsang – Geschichte aus dem alten China


Die Suche des Mönchs Xuan Zang nach den buddhistischen Heiligen Schriften


Der Mönch Xuan Zang stammte aus dem Yanshi Bezirk. (Anmerkung der Redaktion: In China ist er als der Hauptcharakter des klassischen chinesischen Romans, „Die Pilgerreise nach dem Westen“ bekannt)

Bevor er zum Mönch wurde, war sein Familienname Chen. Er war geschickt und intelligent und hatte moralischen Anstand und hohe Ziele seit seiner Kindheit. In den frühen Wude Jahren des Kaisers Tang Gaozu ging er auf eine Pilgerreise, um buddhistische Heilige Schriften aus dem Westen (dem heutigen Indien) zu bekommen. Als er durch das Königreich Jibin ging, fand er es schwierig, da die Straße sehr gefährlich und steil war und Tiger und Leoparden oft herum streifen gesehen wurden. Xuan Zang wusste nicht, ob dies so war, um ihn zu testen.

Eines Abends verriegelte er die Tür und saß draußen, um zu meditieren. Als er die Tür bei Nacht aufschloss, stellte er zu seiner Überraschung fest, dass drinnen auf dem Bett ein alter Mönch saß. Niemand wusste, wann und wie der Mönch es geschafft hatte, das Zimmer zu betreten. Xuan Zang bezeugte ihm eilig seine Ehre und begrüßte den alten Mönch. Xuan Zang bat ihn dann um einen Rat, wie man die gefährlichen Stellen passieren konnte, um die Pilgerreise nach Westen fortzusetzen. Der alte Mönch wurde von seinem Vertrauen bewegt. Er lehrte Xuan Zang einen Band der Duoxin Schriften und bat ihn darum, es einmal auswendig aufzusagen. Als Xuan Zang es aufgesagt hatte, wurden die Berge und Flüsse eben und die Straße verbreiterte sich. Die Tiger und Leoparden versteckten sich alle, und sogar Dämonen verschwanden. So erreichte Xuan Zang das buddhistische heilige Land, das Königreich Tianzhu und fand mehr als 600 buddhistische Heilige Schriften, die er zurückbrachte. Er hatte die Duoxin Schrift ständig aufgesagt.

Bevor Xuan Zang in den Westen ging, kam er bis zu einem Kiefernbaum beim Lingyan Tempel. Im Hof stehend, streichelte er die Kiefernzweige und sagte: „Ich gehe auf eine Pilgerreise nach den buddhistischen Heiligen Schriften in das Westliche Paradies, so kannst Du nach Westen wachsen. Wenn ich zurückkehre, sollst Du Dich umdrehen und nach Osten wachsen, so dass meine Jünger wissen werden, dass ich wiederkomme.“ Nachdem Xuan Zang in den Westen ging, wuchsen die Kiefernzweige, wie erwartet, wirklich in Richtung Westen, Dutzende Fuß, Jahr für Jahr. Dann drehten sich in einem Jahr die Kiefernzweige plötzlich nach Osten. Xuan Zangs Jünger sagten: „Der Meister kommt zurück!“ und sie gingen ihm entgegen, um ihn zu begrüßen. Wie erwartet, kehrte Xuan Zang mit den buddhistischen Heiligen Schriften aus dem buddhistischen Königreich zurück. Später nannten die Leute diesen Kiefernbaum den „Kopf streichelnden Baum“.

Quelle: Tai Ping Guang Ji, zusammengestellt von Ouyang Ziyun
Veröffentlicht in http://www.clearharmony.net am Montag, den 22. September 2003 unter dem Artikel 12054


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